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Wadenkrampf nachts – was hilft dagegen?

Wadenkrampf nachts – was hilft dagegen?

Ein Wadenkrampf nachts ist besonders unangenehm. Lesen Sie hier, was Sie bei Beinkrämpfen in der Nacht tun können.

Ein nächtlicher Wadenkrampf tritt meist plötzlich und unerwartet auf. Er kann höllische Schmerzen bereiten. An erholsamen Schlaf ist erst einmal nicht mehr zu denken. Wadenkrämpfe nachts können die Lebens- und Schlafqualität massiv beeinträchtigen. Häufig helfen Dehnübungen oder die Einnahme von Magnesium, um einen Magnesiummangel auszugleichen. Für Patienten, die weiterhin unter häufigen, lang anhaltenden und stark schmerzenden Wadenkrämpfen leiden, können nach ärztlicher Verschreibung unter Umständen Chininpräparate in Frage kommen.

Wadenkrämpfe nachts: Ursachen sind vielfältig

Haben Sie nachts Krämpfe in den Beinen? Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Sportler klagen nicht selten nach intensiven Trainingseinheiten über nächtliche Wadenkrämpfe. Bei etwa einem Drittel der Bevölkerung treten Muskelkrämpfe nachts ohne vorherige körperliche Belastung auf. Auch Personen, die ihre Muskeln zu lange nicht beansprucht haben, müssen nachts mit Beinkrämpfen rechnen, denn durch die lange Untätigkeit verkürzen sich die unterforderten Muskeln. Das kann sich in Form von nächtlichen Krämpfen rächen.

Was passiert bei einem Wadenkrampf nachts?

Bei einem Muskelkrampf zieht sich ein Teil oder der komplette Muskel spontan und schmerzhaft zusammen, ohne sich danach erneut zu entspannen. Sowohl einzelne Muskeln als auch ganze Muskelgruppen können sich verkrampfen. Bei einem Wadenkrampf nachts verhärtet sich der Wadenmuskel. Diese Verhärtung können Sie sogar ertasten. Ein Wadenkrampf oder ein Krampf im Fuß dauert meist nur einige Sekunden bis Minuten. Der Krampf hört von allein wieder auf. Der zurückbleibende Schmerz erinnert an einen Muskelkater.

Was begünstigt Muskelkrämpfe nachts?

Nächtliche Muskel- und Wadenkrämpfe sind ein Warnsignal des Körpers. Sie entstehen nicht – wie viele denken – in der Muskulatur, sondern sind vielmehr neurologischer Natur. Zu den häufig diagnostizierten Ursachen für nächtliche Muskelkrämpfe zählen Verschiebungen im Elektrolythaushalt des Körpers (Elektrolyte = im Blut gelöste Salze). Ein häufiger Grund ist Magnesiummangel. Unser Körper benötigt Magnesium als Gegenspieler von Calcium, um die Muskeln nach einer Anspannung wieder zu entspannen. Fehlt Magnesium, kann das für die Muskelanspannung verantwortliche Calcium die Oberhand gewinnen. Es regt die Nervenzellen an und löst unwillkürlich das Zusammenziehen von Muskelpartien aus. Wir bekommen einen Krampf. Dieser Umstand erklärt auch, warum mehr Menschen im Sommer Wadenkrämpfe bekommen. In der heißen Jahreszeit schwitzen wir mehr und trinken häufig nicht genug – mit negativen Folgen für unseren Elektrolythaushalt.

Kennen Sie Ihren Magnesium-Tagesbedarf?

Erkrankungen und Medikamente als Ursache für Beinkrämpfe nachts

Krankheiten wie Diabetes oder Nebenwirkungen von Medikamenten können Elektrolytverschiebungen (Elektrolyte = im Blut gelöste Salze) und damit Krämpfe begünstigen, weil sie die Ausscheidung von Mineralstoffen beschleunigen. Der Mangel an Flüssigkeit, Mineralstoffen und Elektrolyten zählt zu den häufigsten Ursachen für Wadenkrämpfe bei älteren Menschen.

Mechanische Auslöser für Beinkrämpfe nachts

Wenn wir die Zehenspitzen nach unten senken, verkürzt das die Wadenmuskeln. Das ist zum Beispiel der Fall ist, wenn der Fuß durch eine schwere Bettdecke heruntergedrückt wird oder beim Tragen von High Heels. Das kann zu Wadenkrämpfen führen. Beugen wir den Fuß in die Gegenrichtung und strecken den Wadenmuskel, löst sich der Krampf in der Regel. Der beste Tipp bei Muskelkrämpfen nachts lautet daher, den verkrampften Muskel zu dehnen bzw. den muskulären Gegenspieler anzuspannen.

Warum tritt ein Wadenkrampf nachts besonders häufig auf?

Wadenkrämpfe überraschen uns gerne nachts, wenn wir im Bett liegen. Warum das so ist, ist noch nicht exakt erforscht. 30 bis 50 % aller Erwachsenen über 65 Jahre werden regelmäßig durch Wadenkrämpfe aus dem Schlaf gerissen. Forscher vermuten, dass der Magnesiumspiegel im Körper nachts absinkt. Im Wachzustand bewegen wir vermutlich bereits beim ersten Zwicken unwillkürlich den Fuß und lockern den Muskel. Einen Krampf im Schlaf bemerken wir erst, wenn der Muskel schon verhärtet ist und wir vom Schmerz geweckt werden.

Wadenkrampf nachts: So können Sie nächtlichen Wadenkrämpfen vorbeugen

Was hilft schnell gegen Beinkrämpfe? Die wichtigsten SOS-Tipps haben wir hier zusammengestellt:

  • Passiv dehnen: Die Leitlinie empfiehlt zur Vorbeugung regelmäßige passive Dehnübungen der Wadenmuskulatur, zum Beispiel, indem Sie den Körper im Stand vorbeugen, ohne dass die Fersen den Bodenkontakt verlieren. Allerdings wird die Wirksamkeit dieser Maßnahme in verschiedenen Studien unterschiedlich bewertet.
  • Rechtzeitig Magnesium einnehmen: Magnesium stabilisiert die Muskelmembran. Es reduziert Aktionspotenziale, die Anspannungen im Muskel auslösen. Tipp: Organische Magnesiumsalze wie zum Beispiel Magnesiumorotat werden vom Körper besser aufgenommen als anorganische Salze. Viele Patienten berichten, dass Magnesium bei ihnen die Neigung zu Muskelkrämpfen lindert. Nicht zu hoch dosiert gilt die Einnahme von Magnesium als unbedenkliche und sanfte Möglichkeit, um nächtlichen Muskelkrämpfen entgegenzuwirken. Aufpassen sollten allerdings Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Sie sollten vor einer dauerhaften Einnahme von Magnesium mit ihrer behandelnden Nephrologin oder Ihrem Nephrologen sprechen.
  • Viel trinken: Achten Sie bei nächtlichen Krämpfen in den Füßen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie vor allem Mineralwasser statt gesüßter Getränke. Verzichten Sie weitgehend auf dehydrierende Getränke wie beispielsweise Bier, Wein und Hochprozentiges.

Lesen Sie hier: Lebensmittel mit Magnesium

Wadenkrämpfe nachts – wann ärztlichen Rat einholen?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie die Muskelkrämpfe nachts mit den oben aufgeführten Maßnahmen nicht in den Griff bekommen und Ihre Lebens- und Schlafqualität dauerhaft beeinträchtigt ist. Eventuell kommt eine Therapie mit einem Chininpräparat in Frage. Aber nur dann, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt alle behandelbaren Ursachen ausgeschlossen hat, die Therapie mit Magnesium nicht anschlägt und Chinin als geeignet für Sie beurteilt wird.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Wadenkrampf – was tun?

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Quellen:
  • Informationsdienst Wissenschaft: Häufige Wadenkrämpfe – was hilft? Online-Information. URL: https://idw-online.de/de/news725672, 2019 (letzter Abruf 04.09.2023).
  • Gröber et. al.: Magnesium in Prevention and Therapy. In: Nutrients 7/2015, S. ‍8199-8226.
  • Vormann: Magnesium – ein bedeutender Mineralstoff für Prävention und Therapie. In: Ernährungs Umschau 12/2008, S. 726-731.
  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Crampi/Muskelkrampf, Online-Information. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-037l_S1_Crampi_Muskelkrampf_2017-05_abgelaufen.pdf, 2016 (letzter Abruf 03.01.2022).
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